von Aaron Derstine
„Du krönst das Jahr mit deiner Güte, und deine Wege triefen vor Fülle.“ – Psalm 65,11
Was hält das Jahr 5780 für diejenigen bereit, die den Gott Israels verehren?
Das bevorstehende Neujahrsfest Rosch Haschana lässt am Horizont sowohl Gewitterwolken als auch Sonnenstrahlen der Hoffnung aufblitzen. Niemand weiß genau, was die Zukunft bringen wird, aber eines wissen wir ganz sicher …
1. Christen auf der ganzen Welt beteiligen sich an einer erfreulichen Wende in der Spaltung zwischen den Glaubensgemeinschaften der Juden und der Christen.
Seit den Tagen der römischen Kaiser hatten der julianische (und später der gregorianische) Kalender und der hebräische Kalender kaum etwas miteinander zu tun. Nun, im Jahr 2019 bzw. im Jahr 5780, das am letzten Tag des Septembers dieses Jahres beginnt, können wir zu Recht sagen, dass dies nicht mehr der Fall ist.
Auch wenn wir nach wie vor unsere Differenzen haben, finden Christen und Juden auf gemeinsamer Basis zusammen – als Menschen, die den Gott Israels verehren und seinen Bund feiern.
Da sich dieser Wandel in den letzten Jahrzehnten allmählich immer deutlicher vollzogen hat, erkennen immer mehr Christen, dass Rosch Haschana auch unser Neujahrsfest ist, da es auf den biblischen Kalender zurückgeht, den Gott selbst im Pentateuch festgelegt hat – derselbe Gott, den wir verehren. Diese erneute, weit verbreitete Erkenntnis im 21. Jahrhundert ist nichts Geringeres als ein historisches Ereignis.
2. Wir leben wahrlich in bedeutsamen Zeiten, wie es sie zuvor noch nie gegeben hat.
Die Jahre 1948, 1967 und 2018 (um nur einige zu nennen) haben für die christlichen Gläubigen dieser Generation eine besondere Bedeutung erlangt. Die Wiedergeburt Israels als moderne Nation, die Wiedervereinigung der Stadt Jerusalem unter israelischer Hoheit und die Rückkehr der ersten internationalen Botschaft (der Vereinigten Staaten) nach Jerusalem sind allesamt Ereignisse, die auf geopolitischer Ebene enorme Auswirkungen hatten.
Darüber hinaus werden die in dieser Woche stattfindenden Wahlen in Israel und die bevorstehenden US-Wahlen 2020 wichtige Meilensteine auf dem Weg in die Zukunft der jüdisch-christlichen Beziehungen sein.
Es bleibt abzuwarten, ob die aktuellen politischen Ereignisse die sich entwickelnde Beziehung zwischen Juden und Christen fördern oder ihr im Wege stehen werden. So oder so: Diese Beziehung wird Bestand haben.
3. Gottes alte Verheißung in der Heiligen Schrift gilt auch heute noch.
„Du krönst das Jahr mit deiner Güte, und deine Wege triefen vor Fülle.“ – Psalm 65,11
Gibt es einen besseren Zeitpunkt als jetzt, um zu verkünden, dass Gott das bevorstehende neue Jahr mit seiner Güte krönen wird?
So wie in der jüdischen Tradition in Honig getauchte Äpfel die Süße eines neuen Jahres symbolisieren, so weisen auch die Früchte unseres Lebens, getaucht in die Süße von Gottes Verheißung, auf den Anbruch eines neuen Tages in der Welt hin.
Macht euch nichts vor: Gott wird letztendlich seinen Willen durchsetzen, ganz gleich, was in der Welt geschieht, doch er lädt uns ein, aktiv daran mitzuwirken, dass seine Güte in diesem neuen Jahr 5780 zum Ausdruck kommt. Ist Gott in der Lage, alles ganz allein zu bewältigen? Ja. Hat er sich jedoch auch vorgenommen, die Fülle seines Willens für Jerusalem und die Völker durch das Leben ganz gewöhnlicher Menschen wie dich und mich zu entfalten? Ja!
Lasst uns also heute gemeinsam darum beten, dass Gott in diesem Jahr seinen ewigen Segen über das Land und das Volk Israel ausgießt … und während ihr das tut, betet dies auch für euer Leben und eure Familie. Lasst uns gemeinsam mit Ihm das Jahr 5780 mit Seiner Güte und Treue krönen!


